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DFB Pokal Finale 2018 – Bester Angriff gegen beste Abwehr – Mögliche Aufstellung

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DFB Pokal Finale 2018 Bayern München - Eintracht Frankfurt
DFB Pokal Finale 2018 Bayern München - Eintracht Frankfurt

DFB Pokal Finale 2018 Bester Angriff gegen beste Abwehr – Mögliche Aufstellung und Spielervergleich

Betrachtet man den Teamvergleich dieser Pokalsaison, so fällt auf, dass die Bayern ihre Stärke ganz klar in der Offensive haben, die Frankfurter hingegen ihr Hauptaugenmerk auf eine stabile Abwehr legen.

DFB POKALSIEGER 2018 EINTRACHT FRANKFURT
Mit 20 Treffern in 5 Partien stellt der FCB die beste Offensive dieser Pokalspielzeit. Nun gilt es sich allerdings auch gegen die beste Defensive zu beweisen, die in 4 der 5 Partien zu null spielte.
Bayerns Offensive läuft auf Hochtouren
Der FC Bayern erzielte sowohl im Viertelfinale in Paderborn (6:0) als auch im Halbfinale in Leverkusen (6:2) 6 Treffer. Seit Bundesliga-Gründung sind die Bayern das erste Team überhaupt, dem dieses Kunststück in aufeinanderfolgenden Partien ab dem Viertelfinale gelang.

Frankfurt kassierte auf dem Weg ins Finale nur ein Gegentor
Frankfurt kassierte auf dem Weg ins Finale nur ein Gegentor, beim 2:1-Auswärtssieg nach Verlängerung in Heidenheim im Achtelfinale. Das letzte Team, das mit lediglich einem Gegentor das Endspiel erreichte, war der VfL Wolfsburg in der Saison 2014/15 – die Wölfe holten sich damals anschließend den Pokal (3:1 gegen Dortmund).
Eckpfeiler der starken Defensive ist Schlussmann Lukas Hradecky, der Frankfurt nach der Saison ablösefrei verlassen wird – als Nachfolger wurde bereits Frederik Rönnow (25 Jahre) von Bröndby IF verpflichtet.

Mögliche Aufstellungen DFB Pokal Finale 2018

Sven Ulreich – Lukas Hradecky
Sven Ulreich überzeugte nach anfänglichen Schwierigkeiten in seiner Rolle als Ersatz für Manuel Neuer. In der 2. Runde war er in Leipzig mit dem gehaltenen Elfmeter gegen Timo Werner der Matchwinner, im Halbfinale in Leverkusen sorgte er mit 5 Paraden dafür, dass die Werkself nach der frühen Münchner Führung nicht mehr zurück ins Spiel fand.
Der Frankfurter Schlussmann war schon in der Vorsaison einer der wichtigsten Akteure der Frankfurter auf dem Weg ins Endspiel, als er insgesamt 5 Elfmeter parierte. In dieser Pokalsaison kassierte er nur 1 Gegentor und hat den besten Wert aller Keeper, was abgewehrte Torschüsse angeht (93%, mind. 2 Einsätze vorausgesetzt).

Joshua Kimmich – Marco Russ
Joshua Kimmich trug sich in dieser Pokalsaison bereits in die Torschützenliste ein (beim 6:0 in Paderborn im Viertelfinale), eine Torvorlage gelang dem Nationalspieler aber noch nicht. Das ist erstaunlich, denn der passsichere 23-Jährige ist einer von wenigen Akteuren, die in der Bundesliga-Saison 2017/18 eine zweistellige Anzahl an Toren direkt vorbereiteten. Zudem hatte Kimmich in der Pokalsaison 2017/18 die meisten Ballaktionen aller Spieler (433) – unmittelbar gefolgt von Marco Russ (417).
Im Gegensatz zu Kimmich beschränkt sich Russ fast komplett auf die Defensive, in 28 Spielen im DFB-Pokal gelang ihm noch kein einziger Treffer. Dafür trägt der gebürtige Hanauer mit seiner Erfahrung und Zweikampfstärke (63% gewonnene Duelle) zur stabilen Eintracht-Defensive bei.

Niklas Süle – David Abraham
Niklas Süle wird wohl den verletzten Jerome Boateng in der Innenverteidigung ersetzen. Der gebürtige Frankfurter hat einen starken Spielaufbau, brachte herausragende 93% seiner Pässe an den Mann und überzeugt durch seine Robustheit.
Wie auch Süle beging David Abraham erst ein Foul, dieses brachte dem Innenverteidiger in der 1. Pokalrunde beim 3:0 in Erndtebrück aber einen Platzverweis ein. Ansonsten können sich seine Statistiken absolut sehen lassen, seine Zweikampfquote ist leicht besser als die des 9 Jahre jüngeren Bayern-Verteidigers.

Mats Hummels – Makoto Hasebe
Mats Hummels überzeugt beim FC Bayern nicht nur in der Defensive, sondern bringt sich auch immer wieder erfolgreich in die Offensive ein. In dieser Pokalsaison stehen für Hummels 1 Tor und 1 Torvorlage zu Buche, sehen lassen können sich auch seine Zweikampf- und Passquote.
Makoto Hasebe, früher eher Mittelfeldspieler, hat sich bei der SGE mittlerweile in der Defensivzentrale etabliert. Offensiv ist der Kapitän der japanischen Nationalmannschaft nicht so präsent wie Hummels, in Sachen Zweikampf- und Passquote steht er dem FCB-Weltmeister in dieser Pokalsaison aber in nichts nach.

David Alaba – Jetro Willems
David Alaba war schon an 8 Toren im DFB-Pokal direkt beteiligt (5 Tore, 3 Torvorlagen), in dieser Saison allerdings noch an keinem. Er bereitete auch nur 3 Torschüsse vor und hat mit 86% eine deutlich geringere Passquote als Kollege Joshua Kimmich (91%). Auch seine Zweikampfquote von 37% ist ausbaufähig.
Jetro Willems gab 1 Assist in dieser Pokalsaison und bereitete auch deutlich mehr Torschüsse vor als Alaba, nämlich 8. Seine Zweikampfquote von 48% ist ebenfalls deutlich besser als die des Österreichers in FCB-Diensten, seine Passquote dagegen schwächer (78%, Alaba 86%).

Javi Martinez – Omar Mascarell
Javi Martinez war im Halbfinale in Leverkusen am wichtigen 1:0 der Bayern entscheidend beteiligt, ansonsten trat der Spanier im Pokal 2017/18 offensiv kaum in Erscheinung. Beeindruckend sind aber sowohl seine Pass- (93%) als auch seine Zweikampfquote (63%).
Omar Mascarell trug sich beim 3:0 gegen Mainz in die Torschützenliste ein, ansonsten blieb auch der passsichere Frankfurter Spanier offensiv eher blass. Der 25-Jährige wird besonders heiß auf das Endspiel sein, denn das Finale 2017 gegen Dortmund hatte er wegen einer Verletzung verpasst.

Thiago Alcantara – Marius Wolf
Thiago kam in dieser Pokalsaison erst 2-mal zum Einsatz, das hinderte den Mittelfeldspieler aber nicht daran, schon 2 Tore zu erzielen und 2 weitere vorzubereiten. In Runde 2 in Leipzig erzielte er den wichtigen Ausgleich, im Halbfinale in Leverkusen war er an 3 Toren direkt beteiligt.
Marius Wolf war in dieser Pokalsaison an 3 Toren direkt beteiligt und ist damit zweitbester Scorer in Reihen der Eintracht (Haller hat 6 Torbeteiligungen). Arbeiten muss der Frankfurter noch an seiner Zweikampfquote: 27% gewonnene Duelle belegen, dass sich Wolf oft in kaum zu gewinnenden Zweikämpfen aufreibt.

Thomas Müller – Marco Fabian
Thomas Müller war in 43 Spielen im DFB-Pokal an 42 Toren direkt beteiligt (27 Treffer, 15 Vorlagen). In dieser Saison erzielte nur sein Teamkollege Robert Lewandowski mehr Tore (5) im Wettbewerb als Müller (4, wie Sebastian Haller).
Frankfurts Marco Fabian wartet noch auf seinen ersten Treffer im deutschen Pokal. Der offensive Mittelfeldspieler der Eintracht ist im Vergleich zu Thomas Müller häufiger am Ball (66-58 Ballaktionen pro 90 Minuten) und deutlich zweikampfstärker (50%-35%).

James Rodriguez – Kevin-Prince Boateng
Sowohl James Rodriguez als auch Kevin-Prince Boateng treiben das Offensivspiel ihrer Mannschaften an, sind im DFB-Pokal aber noch ohne eigenen Treffer. In dieser Saison waren beide an exakt 7 Torschüssen im DFB-Pokal direkt beteiligt. Beim Kolumbianer resultierte daraus immerhin eine Torvorlage (beim 6:0 in Paderborn im Viertelfinale).
Dafür brilliert Boateng durch seine Zweikampfstärke (49%-36%), während James öfter am Ball ist (85-77) und anteilig mehr Pässe zum Mitspieler bringt (91%-84%).

Arjen Robben – Jonathan de Guzman
Arjen Robben war in 30 Partien im DFB-Pokal an 31 Toren direkt beteiligt (16 Treffer, 15 Vorlagen). Zusammen mit Sebastien Haller und Robert Lewandowski ist Robben mit 2 Toren und 4 Vorlagen bester Scorer dieser Pokalsaison. Dabei brilliert der Niederländer mehr als Vorlagengeber denn Torschütze: 11 Torschüsse legte Robben vor – die meisten bei den Bayern im DFB-Pokal 2017/18.
Sein Frankfurter Landsmann, Jonathan De Guzman, ist noch torlos im DFB-Pokal, kam allerdings erst in 2 Pokalpartien zum Einsatz. In diesen überzeugte er mit 59% gewonnenen Zweikämpfen und 6 Torschussvorlagen.

Robert Lewandowski – Luka Jovic
Mit 5 Toren ist Robert Lewandowski der beste Torjäger dieser Pokalsaison und könnte nach 2011/12 und 2016/17 zum 3. Mal Torschützenkönig im Pokal werden. Kein anderer Spieler gab in dieser Spielzeit im DFB-Pokal so viele Torschüsse ab wie der Pole (21). Lewandowski (wie auch Robben) erzielte 3 Tore in Endspielen im DFB-Pokal und steht damit kurz vor der Einstellung des Rekords, den Uwe Seeler und Gerd Müller mit je 4 Finaltoren halten.
Luka Jovic erzielte erst 1 Tor im DFB-Pokal, dafür allerdings ein extrem wichtiges. Er lieferte den Treffer zum 1:0-Halbfinal-Sieg auf Schalke, als er sehenswert einen Eckball mit der Hacke ins lange Eck verlängerte.

DFB POKALSIEGER 2018 EINTRACHT FRANKFURT

Bayern München Eintracht Frankfurt (0:1) 1:3