Sport ADAC GT Masters – Porsche 911 GT3 R Schnellster auf dem Sachsenring

ADAC GT Masters – Porsche 911 GT3 R Schnellster auf dem Sachsenring

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Porsche 911 GT3 R, KÜS Team75 Bernhard, Timo Bernhard (D), Kevin Estre (F), Sachsenring 2018 © Porsche Motorsport
Porsche 911 GT3 R, KÜS Team75 Bernhard, Timo Bernhard (D), Kevin Estre (F), Sachsenring 2018 © Porsche Motorsport

ADAC GT Masters, 11. Lauf, Sachsenring Porsche 911 GT3 R Schnellster auf dem Sachsenring

Auf dem Sachsenring überquerten die beiden Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard und Kévin Estre am Samstag im ADAC GT Masters als Erster die Ziellinie. Nach der zuvor im Qualifying eroberten Pole-Position fuhr das internationale Fahrer-Duo des Kundenteams KÜS Team75 Bernhard im rund 500 PS starken Porsche 911 GT3 R zu einem Start-Ziel-Sieg. Aufgrund einer Entscheidung der Stewards ist dies jedoch ein Sieg unter Vorbehalt.

Nach dem Zeittraining wurde bei einer Kontrolle eine technische Abweichung vom Reglement festgestellt. Das KÜS Team75 Bernhard hat dagegen Berufung eingelegt. Das Schwesterauto mit der Startnummer 18 kämpfte sich um 16 Plätze nach vorne und wurde auf Platz 17 abgewunken. In der Trophy-Klasse holte sich IronForce by Ring Police bereits zum dritten Mal den Sieg in der Amateur-Wertung.

Im Zeittraining am Vormittag legte Bernhard aus Bruchmühlbach-Miesau den Grundstein für Startplatz eins. In einer spannenden Session schaffte der zweifache Sportwagen-Weltmeister die schnellste Rundenzeit im 911 GT3 R und sicherte seinem Team so die erste Pole-Position in der „Liga der Supersportwagen“. In dem folgenden Rennen setzte sich Bernhard mit einem guten Start vom Rest des Feldes ab und konnte so mit einem komfortablen Vorsprung nach 16 Runden an Estre übergeben. Der Franzose überquerte die Ziellinie nach 41 Umläufen mit einem Abstand von über 4,8 Sekunden auf den Zweitplatzierten. „Ich bin stolz auf die ganze Truppe. Das Team hat unglaublich hart gearbeitet. In den letzten Rennen erlebten wir eine deutliche Performance-Steigerung. Wir hatten oft Pech in den entscheidenden Momenten, aber heute hat alles gepasst. Der Sachsenring ist bekannt dafür, hart zu den Reifen zu sein, deswegen war das Reifenmanagement besonders wichtig. Bezüglich der Berufung möchte ich gar nicht viel sagen. Wir müssen abwarten, was da entschieden wird“, sagte Bernhard.

Als zweitbester Kundensport-Rennwagen lag das Schwesterauto des Teams aus Rheinland-Pfalz beim Fallen der Zielflagge auf Rang 17. Startfahrer Adrien de Leener (Belgien) musste nach der Streichung des Qualifying-Ergebnisses aufgrund eines Verstoßes gegen die technischen Richtlinien von der 33. Position ins Rennen gehen. Bis zur Übergabe des 911 GT3 R nach 19 Runden arbeitete sich de Leener mit einer couragierten Leistung im Fahrerfeld nach vorne, was sein Partner Klaus Bachler (Österreich) konsequent fortsetzte. Insgesamt 16 Plätze machte der 911 GT3 R mit der Startnummer 18 gut. „Unser Ziel war es, möglichst sauber durch das Rennen zu kommen, damit wir am Sonntag im Qualifying erneut voll angreifen können. Das ist uns gelungen. Auf dieser Strecke gibt es vielleicht zwei Stellen, an denen man überholen kann, was eine Aufholjagd umso schwerer macht“, sagte de Leener.

Sheldon van der Linde (ZA), Kelvin van der Linde (ZA); Timo Bernhard (D), Kevin Estre (F), KÜS Team75 Bernhard; Nicolai Sylvest (DK), Kim-Luis Schramm (D © Porsche Motorsport
Sheldon van der Linde (ZA), Kelvin van der Linde (ZA); Timo Bernhard (D), Kevin Estre (F), KÜS Team75 Bernhard; Nicolai Sylvest (DK), Kim-Luis Schramm (D © Porsche Motorsport

In der Trophy-Wertung bleibt IronForce by Ring Police erfolgreich: Mit dem 18. Platz im Gesamtklassement sicherte sich das Newcomer-Team den dritten Sieg in der Klasse für Amateurfahrer. Jan-Erik Slooten aus Jülich und Lucas Luhr aus Ermatingen arbeiteten sich in dem Rennen auf dem Sachsenring neun Ränge nach vorne, nachdem Slooten im Qualifying keine schnelle Zeit erzielen konnte und von Rang 27 startete. „Man hat erneut gesehen, dass der 911 GT3 R konkurrenzfähig ist. Doch wenn man im hinteren Drittel startet, ist es schwierig, bei dem großen Starterfeld nach vorne zu kommen. Es gab viele enge Szenen auf der Strecke, wir mussten einige Unfälle vermeiden. Ich freue mich für das Team, dass wir in der Trophy-Wertung vorne mit dabei sind“, erklärte Luhr.

Robert Renauer aus Jedenhofen stellte den 911 GT3 R nach einem Unfall in Runde sieben ab. Der Pilot von Precote Herberth Motorsport zeigte im Kundensport-Rennwagen aus Weissach mit der Startnummer 99 zuvor eine rasante Aufholjagd. Auf Position 21 liegend kam es allerdings zum Kontakt mit einem anderen Fahrzeug, was das Aus bedeutete. Am Sonntag wird Porsche Young Professional Mathieu Jaminet das Qualifying bestreiten und als Startfahrer beginnen. „Das war definitiv nicht unser Tag, nachdem wir im Test am Freitag auf Platz drei und sechs lagen. Bereits im Qualifying konnte ich keine einwandfreie Runde hinlegen. Im Rennen haben wir uns ein bisschen nach vorne gearbeitet, doch die Kollision hat das zunichte gemacht“, erklärte Renauer.

Am Sonntag, 9. September, startet der zwölfte Lauf des ADAC GT Masters in der ehemaligen Bergbaustadt Hohenstein-Ernstthal um 13:05 Uhr. Fans können das Rennen live auf SPORT1 sowie im Internet auf www.sport1.de, www.adac.de/motorsport und auf www.youtube.com/adac verfolgen. Die Startpositionen werden im Qualifying ab 9:00 Uhr ermittelt. Vier Porsche 911 GT3 R stellen sich der Konkurrenz aus Audi, BMW, Corvette, Ferrari, Honda, Lamborghini und Mercedes-AMG.