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ADAC GT Masters Porsche 911 GT3 R schiebt sich mit Platz drei an die Tabellenspitze

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Most: ADAC GT Masters Porsche 911 GT3 R, Precote Herberth Motorsport, Mathieu Jaminet (F), Robert Renauer (D) © Porsche
Most: ADAC GT Masters Porsche 911 GT3 R, Precote Herberth Motorsport, Mathieu Jaminet (F), Robert Renauer (D) © Porsche

ADAC GT Masters, 3. Lauf, Most/Tschechien – Porsche 911 GT3 R schiebt sich mit Platz drei an die Tabellenspitze

Im dritten Saisonlauf des ADAC GT Masters gelang dem Porsche 911 GT3 R von Precote Herberth Motorsport auf der Rennstrecke im tschechischen Most der Sprung auf das Podium. Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (Frankreich) und Robert Renauer aus Jedenhofen sicherten sich im Teilnehmerfeld mit 34 Fahrzeugen von acht Marken den dritten Platz. Der 911 GT3 R mit Langstrecken-Weltmeister Timo Bernhard aus Bruchmühlbach-Miesau und seinem Werksfahrerkollegen Kévin Estre (Frankreich) holte mit einem couragierten Auftritt elf Ränge auf und beendete das Rennen als Zwölfter. In der Trophy-Wertung wurde das Porsche-Kundenteam IronForce by Ring Police Dritter.

Bei strahlendem Sonnenschein und einer Außentemperatur von rund 21 Grad Celsius fuhren Jaminet und Renauer das bislang beste Saisonergebnis des Porsche 911 GT3 R ein. In einem umkämpften Rennen auf dem 4,121 Kilometer langen Autodrom Most überquerte der rund 500 PS starke Kundensportrenner mit der Startnummer 99 die Ziellinie als Dritter. Startfahrer Renauer, dem im Qualifying die fünftschnellste Zeit gelang, konnte sich in der ersten Runde durch einen schnellen Start aus einem Unfall heraushalten, bei dem gleich mehrere Autos ausfielen. Er übergab das Fahrzeug auf Position vier. Nach dem Fahrerwechsel verließ Teamkollege Jaminet die Boxengasse vor einem direkten Konkurrenten auf Platz drei. Der Pilot aus Frankreich verteidigte die Position bis zur Zielüberfahrt. Das Team aus Bayern übernahm damit die Führung in der Meisterschaft. „Ich konnte beim Start bereits eine Position gut machen und beim Boxenstopp haben wir den entscheidenden Platz für das Podium gewonnen. Mathieu hat die Position sehr gut abgesichert, obwohl das Fahrzeug hinter ihm attackierte. Wir wussten, dass es mit den Reifen zum Ende hin eng wird, aber er hat keinen Fehler gemacht und ist das Rennen konzentriert zu Ende gefahren“, sagte Renauer.

Nach einer Aufholjagd von elf Plätzen im 911 GT3 R mit der Startnummer 17 beendeten der zweifache Le-Mans-Gesamtsieger Timo Bernhard und Kévin Estre das Rennen außerhalb der Punkte. Nachdem im morgendlichen Qualifying die Set-Up-Einstellungen sowie eine volle Strecke keine schnelle Zeit zuließen, kämpften sich die Fahrer vom KÜS Team75 Bernhard vom 23. Startplatz auf den zwölften Rang vor. „Im Qualifying ist nicht viel zusammengelaufen bei uns. Kévin hatte im Rennen dann einen richtig guten Start und konnte einige Plätze vorfahren. Wir hätten gerne ein paar Punkte mitgenommen, konnten vom Speed aber nicht vorne mithalten. Wir wollen in Rennen zwei eine bessere Balance finden, um so die Reifen auf einem konstant hohen Level zu halten“, erklärte Bernhard.

Das Schwesterauto des Teams aus Bruchmühlbach-Miesau beendete den 60-minütigen Lauf auf dem 15. Platz. Klaus Bachler (Österreich) und Adrien de Leener (Belgien) gingen vom 24. Rang ins Rennen und machten insgesamt neun Plätze gut. „Beim Start gab es ein großes Durcheinander, mehrere Autos drehten sich. Ich musste ausweichen und habe dabei den Unterboden an einem Kerb beschädigt. Von da an ging es nur darum, bestmöglich ins Ziel zu kommen. Am Sonntag werden wir im Qualifying alles geben, um weiter vorne zu landen“, sagte de Leener.

Most: ADAC GT Masters Robert Renauer (D), Mathieu Jaminet (F) (l-r), Precote Herberth Motorsport © Porsche
Most: ADAC GT Masters Robert Renauer (D), Mathieu Jaminet (F) (l-r), Precote Herberth Motorsport © Porsche

Auch im dritten Lauf des ADAC GT Masters erhielt das neuformierte Kundenteam IronForce by Ring Police einen Pokal in der Trophy-Wertung. Amateurfahrer Jan-Erik Slooten und Lucas Luhr beendeten das Samstagsrennen auf dem dritten Platz der Wertungsklasse. In der Gesamtwertung belegte IronForce by Ring Police den 18. Rang. „Ich habe mir bereits vor dem Rennen einen Weg ausgeguckt, den ich im Falle einer Kollision vor mir nehmen könnte. Das hat gut funktioniert, und wir hatten keinen Kontakt mit anderen Autos. Die Pace war gut, doch uns fehlen noch Feinheiten, um auch attackieren zu können“, erklärte Slooten.

Der vierte Saisonlauf des ADAC GT Masters beginnt am Sonntag, den 29. April, um 13.08 Uhr. Das Rennen wird live auf SPORT1 sowie im Internet auf www.sport1.de, www.adac.de/motorsport und auf www.youtube.com/adac übertragen. Die jeweiligen Startplätze der vier Porsche 911 GT3 R werden im Qualifying am Renntag ermittelt. In der „Liga der Supersportwagen“ kämpfen neben Porsche auch Audi, BMW, Corvette, Ferrari, Honda, Lamborghini und Mercedes-AMG um Siege.

ADAC GT Masters Most, Ergebnis Lauf 3 von 14
1. Mücke/Schmidt (D/CH), Audi R8 LMS
2. Keilwitz/Kirchhöfer (D/D), Corvette C7 GT3
3. Jaminet/Renauer (F/D), Porsche 911 GT3 R
12. Bernhard/Estre (D/F), Porsche 911 GT3 R
15. Bachler/de Leener (A/B), Porsche 911 GT3 R
18. Luhr/Slooten (D/D), Porsche 911 GT3 R