ADAC MX Bundesendlauf: Team ADAC Sachsen feiert dramatischen Heimsieg in Pflückuff

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ADAC MX Bundesendlauf
In der 50 ccm-Klasse gewann im Finale Henry Förster (26) vom ADAC Nordrhein © René Schuller

Großer Jubel beim Gastgeber in Sachsen: Das Team ADAC Sachsen hat sich in einem Herzschlagfinale den Mannschaftssieg beim ADAC MX Bundesendlauf gesichert. Auf der anspruchsvollen Strecke des MSC Pflückuff setzte sich die Heimmannschaft in einer historisch knappen Entscheidung durch. Am Ende entschieden Nuancen über den prestigeträchtigen Titel im deutschen Motocross-Nachwuchs.

Rekordverdächtiges Starterfeld in Pflückuff

Am vergangenen Wochenende (10. und 11. Oktober) verwandelte sich die Rennstrecke in Pflückuff in das Epizentrum des deutschen Jugend-Motocross. Mehr als 220 Fahrerinnen und Fahrer im Alter zwischen sechs und 18 Jahren reisten aus der gesamten Bundesrepublik an. Insgesamt schickten 16 ADAC Regionalclubs ihre besten Nachwuchstalente ins Rennen, um die Meister in den vier Einzelklassen sowie die beste Mannschaft Deutschlands zu ermitteln.

Der MSC Pflückuff präsentierte sich gemeinsam mit dem ADAC Sachsen als hervorragender Gastgeber. Trotz vereinzelter Regenschauer in den Rennpausen bot die 1.770 Meter lange Traditionsstrecke nahezu perfekte Bedingungen. Die aufwendige Infrastruktur und die professionelle Organisation sorgten für faire und hochspannende Positionskämpfe. Aufgrund der enormen Teilnehmerzahl mussten die Finalisten in allen Klassen zunächst über hart umkämpfte Halbfinals ermittelt werden.

Nervenkrieg in der Teamwertung: Punktgleichheit an der Spitze

Die Entscheidung in der Mannschaftswertung hätte kaum dramatischer ausfallen können. Nach den Finalläufen aller vier Klassen standen die drei Top-Teams komplett punktgleich an der Spitze des Tableaus. Die Auswertung der Reglements musste herangezogen werden: Hierbei gab das jeweils beste Einzelergebnis den Ausschlag.

Dank des überragenden Klassensiegs von Lokalmatador Til Albrecht in der 125-ccm-Kategorie ging der begehrte Mannschaftstitel an das Team ADAC Sachsen. Die Gastgeber durften somit den Heimsieg auf eigener Strecke bejubeln. Das Team ADAC Hessen-Thüringen belegte den zweiten Rang, knapp vor dem ADAC Berlin-Brandenburg auf Platz drei. Die Top 5 komplettierten die Teams aus Nordrhein auf Rang vier und Nordbayern auf dem fünften Platz.

Platz Team Besonderheit
1 ADAC Sachsen Sieger dank besserem Einzelergebnis
2 ADAC Hessen-Thüringen Punktgleich mit Platz 1 & 3
3 ADAC Berlin-Brandenburg Punktgleich mit Platz 1 & 2
4 ADAC Nordrhein –
5 ADAC Nordbayern –

Die Einzelklassen: Packende Duelle von 50 ccm bis 125 ccm

Auch in den Einzelmeisterschaften wurde den Zuschauern Motorsport auf höchstem Niveau geboten. In den vier Hubraumklassen setzten sich am Ende die nervenstärksten Piloten durch.

50 ccm: Förster bezwingt den Champion

In der jüngsten Klasse (6–9 Jahre) sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit für Hessen-Thüringen aus. Melvin Gohlke gewann sein Halbfinale souverän vor Henry Förster (Nordrhein). Im alles entscheidenden Finale drehte Förster jedoch den Spieß um. Mit einem Vorsprung von knapp sechs Sekunden distanzierte er den frischgebackenen DMX-50-Meister Gohlke und feierte den Tagessieg. Den dritten Podiumsplatz sicherte sich Luis Ehrlich aus Sachsen hauchdünn vor Willy Grünberg (Berlin-Brandenburg).

65 ccm: Schwickert dominiert die Konkurrenz

Emilio Schwickert (Mittelrhein) drückte der Klasse der 8- bis 12-Jährigen seinen Stempel auf. Er blieb das gesamte Wochenende ungeschlagen. Nach einem ungefährdeten Sieg im Halbfinale triumphierte Schwickert auch im großen Finale mit rund sechs Sekunden Vorsprung. Platz zwei ging an Toni Becker (Südbayern), während das schnelle Mädchen Matilda Jani (Berlin-Brandenburg) mit einer starken fahrerischen Leistung das Podium komplettierte.

ADAC MX Bundesendlauf- Pflückuff
Emilio Schwickert feierte seinen Triumph bei den 65ern mit einem coolen Zielsprung © René Schuller

85 ccm: Souveräner Start-Ziel-Sieg für Loberenz

In der hart umkämpften 85-ccm-Klasse (10–16 Jahre) war Jesko Loberenz (Niedersachsen/Sachsen-Anhalt) das Maß der Dinge. Bereits im Halbfinale deklassierte er das Feld. Im Finale setzte er seine fehlerfreie Fahrt fort und fuhr einen souveränen Sieg ein. Dahinter entwickelte sich ein teaminterner Zweikampf des ADAC Hessen-Thüringen: Luca Schneider und Luis Schreiner kreuzten auf den Plätzen zwei und drei die Ziellinie.

125 ccm: Lokalmatador Albrecht lässt die Heimfans jubeln

In der Königsklasse des Bundesendlaufs (13–18 Jahre) brannte Til Albrecht (Sachsen) vor heimischer Kulisse ein Feuerwerk ab. Nachdem Moritz Firl (Berlin-Brandenburg) das erste Halbfinale für sich entschieden hatte, konterte Albrecht im zweiten Vorlauf. Im Finale war der Sachse nicht mehr zu stoppen: Mit über elf Sekunden Vorsprung fuhr er einen dominanten Sieg nach Hause. Willi Süßmuth (Berlin-Brandenburg) sicherte sich trotz der schnellsten Rennrunde den zweiten Platz, gefolgt von Torgeir Will (Hansa) auf Rang drei.

Großzügige DMX-Förderung und Tickets für das Supercross Dortmund

Der ADAC MX Bundesendlauf dient traditionell als wichtiges Sprungbrett für den deutschen Motocross-Nachwuchs. Die vier Klassensieger Förster, Schwickert, Loberenz und Albrecht erhielten eine wertvolle Belohnung: Der ADAC übernimmt für sie das komplette Nenngeld in der Deutschen Motocross-Meisterschaft (DMX) der Saison 2027.

Zusätzlich gab es ein ganz besonderes Highlight für die jüngsten Piloten. Die besten fünf Fahrer der 50-ccm-Klasse – Henry Förster, Melvin Gohlke, Luis Ehrlich, Willy Grünberg und Tobias Wesselowski – sicherten sich jeweils einen begehrten Startplatz beim legendären ADAC Supercross in der Dortmunder Westfalenhalle. Hochwertige Sachpreise namhafter Serienpartner wie Ortema, Gibson, KTM, ORS und Weber-Werke rundeten das gelungene Rennwochenende ab.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.