ADAC Racing Weekend in Spa-Francorchamps: Großes Motorsport-Spektakel nach der Sommerpause

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Jan Antoszewski kommt als Tabellenführer der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 nach Spa
Jan Antoszewski kommt als Tabellenführer der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 nach Spa © Gruppe C Photography

Das ADAC Racing Weekend meldet sich mit einem spektakulären Doppelpack aus der Sommerpause zurück. Den Auftakt der aufeinanderfolgenden Rennwochenenden macht vom 28. bis 30. August 2026 die legendäre Grand-Prix-Strecke von Spa-Francorchamps in den belgischen Ardennen. Motorsport-Fans dürfen sich auf ein volles Programm und eine enorme fahrzeugtechnische Vielfalt freuen. Insgesamt acht hochkarätige Rennserien reisen nach Belgien, um wichtige Punkte für die Meisterschaften zu kämpfen.

Für alle Fans, die nicht live an der Strecke sein können, bietet der ADAC eine umfassende Berichterstattung an. Der kostenlose Livestream startet am Samstag um 11:15 Uhr auf dem offiziellen YouTube-Kanal unter youtube.com/adacmotorsports. Am Sonntag beginnt die Liveübertragung bereits um 10:20 Uhr.

Porsche Sprint Challenge GT3: Das Duell gegen den Spitzenreiter

In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 steht die Konkurrenz vor einer gewaltigen Aufgabe. Jan Antoszewski dominiert im Porsche 911 GT3 Cup (992) bisher das Championat. Seit dem Saisonauftakt in Hockenheim, wo er einen Doppelsieg feierte, führt er die Gesamtwertung ununterbrochen an. An jedem der vergangenen vier Rennwochenenden stand er mindestens einmal ganz oben auf dem Podium.

Doch die Jagd ist eröffnet: Die beiden Nachwuchstalente Joel Hohmann und Mads K. Ljungberg (beide ebenfalls im Porsche 911 GT3 Cup) wollen den Führenden in den Ardennen attackieren. Beide Piloten stammen aus dem geförderten Porsche Sports Cup Deutschland Talent Pool und bewiesen bereits mehrfach, dass sie das Tempo der erfahrenen Piloten mitgehen können. Während Hohmann in dieser Saison schon zwei Siege einfahren konnte, war Ljungberg bislang einmal erfolgreich.

Porsche Sprint Challenge GT4: Jagd auf Dominator Vendelbo

Noch deutlicher stellt sich die Situation in der GT4-Klasse dar. Rasmus Vendelbo hat im Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982) eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen und triumphierte in dieser Saison bereits siebenmal. Sein schärfster Verfolger in der Tabelle ist Nikodem Sobczyk. Obwohl Sobczyk erst ein Rennen gewinnen konnte, besticht er durch extreme Konstanz: Als einziger Fahrer neben Vendelbo beendete er alle bisherigen acht Saisonläufe auf einem Podestplatz.

Ebenfalls fehlerfrei durch die Saison kam bislang Daniel Reiter. Der ProAm-Starter sah in jedem Rennen die Zielflagge und belegt aktuell den fünften Rang der Gesamtwertung. Vor ihm auf den Plätzen drei und vier lauern die Markenkollegen Bruno Görtz und Adrian Wolf.

Spezial Tourenwagen Trophy (STT): Prototypen-Debüt und enge Titelkämpfe

Die Spezial Tourenwagen Trophy (STT) wartet in Spa-Francorchamps mit prominenten Neuzugängen auf. Thomas Ambiel bringt einen hochmodernen Le-Mans-Prototypen der Klasse LMP3 mit nach Belgien. Der Duqueine D08 wird in der Division I gewertet. In genau dieser Klasse feiert auch Henry Walkenhorst im bulligen BMW M6 GT3 sein mit Spannung erwartetes STT-Saisondebüt.

 Roland Hertner ist bester TCR-Pilot in der STT
Roland Hertner ist bester TCR-Pilot in der STT © STT

Der Kampf um den Gesamtsieg wird jedoch in der Division II entschieden, wo seriennahe GT4-Fahrzeuge das Tempo vorgeben. Das Duo Thomas Frank und Peter Terting (Porsche GT4 RS) führt die Meisterschaft knapp an. Ihr Vorsprung auf die direkten Verfolger Michael Crossley-Wright und Andreas Schürmann im Aston Martin Vantage GT4 beträgt lediglich 8,5 Punkte. Dahinter ist es noch enger: Roland Hertner liegt im Hyundai i30 TCR mit nur 0,25 Punkten Rückstand in Schlagdistanz zu Platz zwei.

GT Summer Series: Westarp verteidigt knappe Tabellenführung

Die GT Summer Series (GTSS) kehrt aus einer besonders langen Sommerpause zurück; die Boliden waren letztmals Ende Juni im Renneinsatz. In der Gesamtwertung führt aktuell Thomas Westarp im Audi R8 LMS GT3 Evo II. Er startet in der Klasse GT3 AM und hält das Porsche-Verfolgerfeld in Schach.

Auf den Fersen liegen ihm Mike Jansen sowie das Fahrergespann Marco Reinbold und Paul Hochberger (alle auf Porsche 992 GT3 Cup), die in der Klasse Cup 2 um Punkte kämpfen. Für zusätzliche Action im Feld sorgen Antoine Berberich-Martini und David Schumacher. Das Duo steuert einen spektakulären Ford Mustang GT3 und will nach seinen drei jüngsten Siegen auf dem Nürburgring auch in Belgien ganz nach vorne fahren.

Youngtimer Trophy: Mammutfeld von über 90 Fahrzeugen

Ein absolutes Highlight für Liebhaber historischer Rennwagen ist die Youngtimer Trophy. Aufgrund des riesigen Andrangs von über 90 Nennungen wird das Starterfeld für die Rennen in zwei Startgruppen aufgeteilt. Im ersten Lauf mit 44 Fahrzeugen gilt das Augenmerk dem aktuellen Tabellenführer Daniel Krabbe, der sich seinen VW Scirocco 2 in Spa mit Silvio Piperato teilt.

Direkt dahinter lauern die Verfolger: Das Vater-Sohn-Duo Rainer und Sascha Schilling will im BMW 3/1 (E30) 318is den Druck auf Krabbe erhöhen. Die aktuellen Tabellendritten Matthias und Sascha Hackmann (BMW E36) greifen dagegen im zweiten Lauf (48 Teilnehmer) an, um wertvolle Punkte für die Meisterschaftsgewinnung einzufahren.

Cup & Tourenwagen Trophy: Vielfalt pur im Tourenwagensport

Mit 43 festen Einschreibungen glänzt auch die Cup & Tourenwagen Trophy (CTT) mit einem vollen und abwechslungsreichen Feld. Als Gejagter reist Elias Funke im Opel Astra TCR nach Belgien. Nach acht absolvierten Wertungsläufen führt er die Tabelle an.

Hinter ihm rangieren Stephan Reuter im agilen Mini Cooper S 1.4 sowie das Duo Finn Grube und Jeremy Baumert auf einem Opel Corsa. Ein optischer und akustischer Leckerbissen im Feld ist zudem der bullige Mitsubishi Lancer Evo 9 von Mario Fuchs, der auf den langen Geraden von Spa-Francorchamps von seiner enormen Motorleistung profitieren möchte.

Tourenwagen Golden Ära: Lebendige Motorsport-Geschichte

Die Tourenwagen Golden Ära bringt legendäre Rennfahrzeuge aus verschiedenen Epochen des Motorsports zurück auf den Asphalt. Fans dürfen sich auf Boliden aus der klassischen DTM, der STW, der DRM und der legendären Gruppe 5 freuen.

In der Meisterschaft spiegelt sich diese historische Vielfalt perfekt wider:

  • Platz 1: DTM-Legende Kris Nissen im historischen BMW E30 M3 DTM.
  • Platz 2: Jörg Bernhard mit dem STW-Klassiker BMW M3 E36.
  • Platz 3: Michael Sadurski im brachialen Opel Ascona 400 aus der ehemaligen DRM.
  • Platz 9: Michael Kammermann, der das Feld der Gruppe 5 im eleganten BMW M1 Procar anführt.

Alfa Romeo Challenge: Italienisches Flair in den Ardennen

Abgerundet wird das Rennwochenende durch die Alfa Romeo Challenge. Startberechtigt sind hierbei traditionill Fahrzeuge aus dem gesamten Fiat-Konzern, wobei der Fokus ganz klar auf den historischen Modellen von Alfa Romeo liegt. Das Reglement teilt die Fahrzeuge in vier Klassen ein, die in einer einzigen Gesamtwertung zusammengeführt werden.

An der Spitze der Tabelle steht aktuell Kabir Bonavetti im Alfa Romeo 75 Turbo Evoluzione vor Giuseppe Tizza (Alfa Romeo 75 3,0). Beide dominieren die Klasse 4. Dahinter folgen Martin Richter (Alfa Romeo 147 JTD Cup) als Führender der Klasse 3 und punktgleich auf Platz vier Sven Weibel im Alfa Romeo 33 16V QV als bester Pilot der Klasse 5.

Der Zeitplan: Drei Tage Non-Stop-Action

Der Zeitplan für das Rennwochenende in Spa-Francorchamps ist straff organisiert. Am Freitag eröffnen die Piloten der Alfa Romeo Challenge um 12:25 Uhr mit dem freien Training das Event. Der erste Tag endet um 17:30 Uhr mit dem wichtigen zweiten Qualifying der GT Summer Series.

Am Samstag dröhnen die Motoren bereits ab 09:05 Uhr zum ersten Zeittraining der Cup & Tourenwagen Trophy. Den sportlichen Schlusspunkt des Samstags setzt um 17:40 Uhr der Zieleinlauf des zweiten Laufs der GT Summer Series. Am Sonntag beginnt das Programm ebenfalls um 09:05 Uhr mit dem zweiten Qualifying der STT. Das große Rennwochenende endet planmäßig um 17:00 Uhr mit der Zielflagge im zweiten Durchgang der Tourenwagen Golden Ära.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.