Winter-Tief Daisy: Deutscher Wetterdienst warnt vor Unwettern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat heute eine Unwetterwarnung für das Gebiet Mitteldeutschlands heraus gegeben. Betroffen sind dabei ganz Sachsen und Thüringen, sowie weite Teile Sachsen-Anhalts, Nordrhein-Westfalens und Hessens und einzelne Landkreise in Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.
Die meisten Warnungen gelten zunächst bis zum nächsten Morgen, lediglich in Nordrhein-Westfalen hält die Warnung bis zum Samstagabend an. Vor allem Schneeverwehungen, aber auch schwere Schneefälle und Sturmböen stellen in den kommenden Stunden ein Risiko dar. Dabei sind beispielsweise in Sachsen-Anhalt bis zu 20 Zentimeter, in Nordrhein-Westfalen auch bis zu 25 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Der DWD mahnt die betroffene Bevölkerung an, auf möglicherweise umstürzende Bäume zu achten und unnötige Autofahrten zu vermeiden. Ein schnelles Ende der Unwetterlage sei unwahrscheinlich.
Nachts drohen Schneeverwehungen
Heute Abend fällt im Süden Deutschlands etwas Schnee, der langsam in Richtung Norden vorankommt. Dabei besteht die Gefahr von Schneeverwehungen, meldet der Deutsche Wetterdienst. Im Norden und in den nördlichen Mittelgebirgen fallen nur vereinzelt ein paar Schneeflocken. Nach Nordwesten hin fällt nur wenig Schnee. Die Tiefstwerte liegen zwischen -4 und -10 Grad. Am Samstag fallen in der Mitte und im Süden, später auch im Norden, gebietsweise mehr als 15 Zentimeter Neuschnee. Regional besteht Unwettergefahr durch Schneeverwehungen.
Auch Deutsche Bahn vom Tief Daisy betroffen
Die Wetterlage des Wintertiefs “Daisy” führt bei der Bahn zu massiven Verspätungen. So fahren viele der Züge zwischen Hannover und Berlin mit etwa 50 Minuten Verspätung, auf der ICE-Strecke zwischen Hamburg und Berlin kommt es zu etwa 60 Minuten Verspätung. Auch im Stadtverkehr in Hamburg müssen sich Reisende nach Ausfall eines Triebwagens auf Wartezeiten von etwa 40 Minuten einstellen. Zwischen Regensburg und Frankfurt fiel gleichermaßen ein ICE-Zug aus, hier sind Verzögerungen von rund 30 Minuten zu erwarten. Die ICE-Verbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt fällt unterdessen komplett aus. Auf den Hauptbahnhöfen in München und Frankfurt kommt es ebenfalls zu Verspätungen, mit etwa fünf Minuten fallen diese jedoch vergleichsweise gering aus.(dts)

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